DoktorWeigl erklärt Endokrinologie – Was macht ein Endokrinologe? (2022)

Endokrinologen beschäftigen sich vor allem mit den Hormonen, aber beispielsweise auch mit Stoffwechselerkrankungen. Sie sind selten die ersten Ansprechpartner bei Beschwerden, sondern Spezialisten, die nach einer Überweisung vom Hausarzt konsultiert werden.
— Dr. Tobias Weigl

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

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Ein Endokrinologe ist ein Facharzt für Innere Medizin mit einer Spezialisierung auf Endokrinologie. Diese befasst sich mit den Erkrankungen der Hormone bzw. der hormonausschüttenden Organe. Da diese auf viele unterschiedliche Abläufe im Körper wirken, bildet die Endokrinologie ein weitreichendes Gebiet, das in viele andere medizinische Fachgebiete hineinreicht. Mehr zum Beruf des Endokrinologen, Beschwerden aus dem Bereich der Endokrinologe und deren Diagnostik erfahren Sie im folgenden Artikel.

Inhalte

  • 1 Was ist Endokrinologie?
  • 2 Was ist ein Endokrinologe?
  • 3 Welche Krankheiten fallen in den Bereich eines Endokrinologen?
  • 5 Häufige Patientenfragen
  • 6 Verwandte Themen
  • 7 Quellen

Gudrun hat in letzter Zeit einige Veränderungen an sich bemerkt. Sie hat dünne Nägel und brüchiges Haar bekommen. Außerdem scheint sie auch mehr zu schwitzen und ab und zu bekommt sie plötzlich Schmerzen in der Brust und ihr Herz rast. Beizeiten ist sie sogar grundlos nervös oder gereizt. Zunächst hat sie es auf den Stress durch ihre Arbeit als Lehrerin geschoben. Doch sie ist immer schneller ermüdet, fühlt sich apathisch, hat Gewicht verloren. Als sie dann auch noch eine Verdickung an ihrem Hals bemerkt, beschließt sie, einen Arzt aufzusuchen. Vielleicht steckt hinter ihren vielen kleinen Beschwerden ja doch eine Erkrankung, die behandelt werden sollte – und nicht nur der Stress…

Was ist Endokrinologie?

Die Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen. Der Begriff kommt von den lateinischen Wörtern ‚endon‘, was für „nach innen“ oder „innerlich“ steht, und ‚krinein‘ für „absondern“. Hormone selbst sind körpereigene Botenstoffe, die von Drüsen oder einzelnen Zellen abgegeben werden. Sie dienen der Signalübertragung und beeinflussen die Funktion bzw. den Stoffwechsel anderer Zellen und Organe. Sie haben damit in allen Geweben unseres Körpers wichtige Funktionen. Hormone lassen sich gemäß ihrer Sekretionsweise einteilen:

  • Parakrin: Diese Hormone wirken auf Nachbarzellen, indem sie die Zellmembran durchdringen.
  • Autokrin: Dies beschreibt die Wirkung der Hormone auf bildende Zellen. Autokrine Prozesse spielen beispielsweise in der embryonalen Entwicklung eine wichtige Rolle.
  • Endokrin: Endokrine Hormone erreichen ihre Zielzellen über den Blutstrom. Ein Beispiel dafür ist Insulin.

Die Endokrinologie befasst sich vorwiegend mit den zuletzt genannten Hormonen. Diese werden von endokrinen Drüsen ausgeschüttet und ins Blut abgegeben. Der Fachbereich beschäftigt sich also mit der Lehre der Hormone und daher auch mit dem Stoffwechsel und den Erkrankungen, die durch Fehlfunktionen der hormonproduzierenden Organe ausgelöst werden.

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Endokrine Drüsen

  • Hypophyse: Hierbei handelt es sich um die sogenannte Hirnanhangdrüse. Sie befindet sich mitten im Kopf, etwa auf der Höhe der Nasenwurzel. Ihre Funktionen sind vielfältig. Sie hat beispielsweise Einfluss auf die männliche Spermienproduktion und den weiblichen Zyklus, zudem reguliert sie den Wasserhaushalt. Die Hypophyse steuert mit den von ihr ausgeschütteten Hormonen auch die Hormonproduktion anderer Hormondrüsen, etwa der Nebennierenrinde, welche Cortisol ausschüttet.
  • Schilddrüse: Die Schilddrüse (sog. ‚Glandula thyreoidea‘) befindet sich unterhalb des Kehlkopfes, vor der Luftröhre. Die von ihr produzierten Hormone sind wichtig für den Energiestoffwechsel des Körpers.
  • Nebenschilddrüse: Die Nebenschilddrüse (sog. Glandulae parathyroideae‘) sitzt auf der Schilddrüse. Sie besteht aus vier circa linsengroßen Drüsen, welche das Hormon Parathormon produzieren. Dieses wirkt zusammen mit Vitamin D auf unseren Kalzium- und Phosphathaushalt und auch den Knochenstoffwechsel.
  • Pankreas: Hierbei handelt es sich um die Bauchspeicheldrüse. Sie sitzt oberhalb des Zwölffingerdarms und produziert zur Verdauung wichtige Enzyme. Das wichtigste von ihr produzierte Hormon ist das Insulin, welches den Blutzuckerspiegel in unserem Körper reguliert.
  • Nebennieren: Die Nebennieren produzieren sowohl das lebenswichtige Cortisol als auch Mineralcorticoide wie Aldosteron, welche für den Salz- und Wasserhaushalt unseres Körpers wichtig sind. Die Nebennieren werden teilweise durch die Hirnanhangdrüse gesteuert bzw. reguliert.
  • Gonaden: Die Gonaden sind Keimdrüsen, also Hoden und Eierstöcke. Sie produzieren Sexualhormone.

Gut zu wissen!
Der Begriff Endokrinologie ist relativ neu – er stammt aus dem 20. Jahrhundert. Er wurde 1909 erstmals von Nicola Pende, einem italienischen Mediziner, genutzt.

Was ist ein Endokrinologe?

Ein Endokrinologe ist ein Facharzt für Innere Medizin. Er befasst sich vor allem mit den Hormonen und ist demnach auf die Vorbeugung, Diagnose, Therapie und Erforschung von hormonellen Erkrankungen und Funktionsstörungen spezialisiert. Da endokrine Hormone nahezu auf den gesamten Körper wirken, ist der Bereich des Endokrinologen nicht so leicht abzugrenzen. Er greift vielmehr in die einzelnen Fachbereiche ein und versucht, Wechselwirkungen und Gesamtzusammenhänge zu erkennen. Neben den Hormonen fallen auch die Behandlung von Stoffwechselkrankheiten und die Ernährungsmedizin in den Bereich des Endokrinologen.
Teilgebiete der Endokrinologie sind:

  • Diabetologie (befasst sich mit der Erkrankung Diabetes mellitus)
  • Thyreologie (befasst sich mit Erkrankungen der Schilddrüse)
  • Neuroendokrinologie (befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen Nerven- und Hormonsystemen)
  • pädiatrische Endokrinologie (befasst sich mit der hormonellen Entwicklung sowie hormonellen Störungen und Erkrankungen bei Kindern)
  • Reproduktionsendokrinologie (befasst sich mit Fragen der Reproduktion, etwa unerfüllter Kinderwunsch, Verhütung, Wechseljahrprobleme, Zyklusunregelmäßigkeiten etc.)

Endokrinologen sind entweder als niedergelassene Ärzte oder als Krankenhausärzte tätig. Als niedergelassene Ärzte sind viele Endokrinologen selbstständig und betreiben Facharztpraxen, oft sind sie zu mehreren in Gemeinschaftspraxen tätig. Der Zusammenschluss mit anderen Spezialisten, etwa Diabetologen oder Rheumatologen, in einer Gemeinschaftspraxis ist auch üblich. Niedergelassene Ärzte führen in der Regel keine Operationen durch, sie sind vor allem auf Diagnostik und eine entsprechende ambulante Nachbehandlung im Anschluss an eine Operation spezialisiert.
Die Endokrinologie ist ein Schwerpunkt der Inneren Medizin. Wie für jede ärztliche Disziplin, muss auch für den Beruf des Endokrinologen zunächst das 6-jährige Medizinstudium absolviert werden. Nach dem Grundstudium dauert das Facharztstudium zum Internisten (also dem Facharzt für Innere Medizin) weitere fünf Jahre. Erst im Anschluss kann die Spezialisierung zum Endokrinologen erfolgen, die meist ein weiteres Jahr dauert.

Welche Krankheiten fallen in den Bereich eines Endokrinologen?

Das Fachgebiet eines Endokrinologen umfasst eine große Bandbreite an Erkrankungen, da die endokrinen Drüsen und die von ihnen ausgeschütteten Hormone auf weitreichende Vorgänge im Körper wirken.
Es ist daher sinnvoll, die wichtigsten Funktionsstörungen und Erkrankungen nach den verschiedenen endokrinen Drüsen aufzulisten:

Hypophyse

(Video) Unsere Schilddrüse: Die wichtige Rolle der Schilddrüsenhormone (T3 & T4) für unsere Gesundheit

  • Kopfschmerzen und Sehstörungen
  • Über- oder Unterfunktion (kann zu Störungen von Wachstum und Entwicklung führen, ebenso wie zu Funktionsstörungen der Organe, die von der Hypophyse gesteuert werden; dazu zählen die Nebenniere, die Schilddrüse und die Keimdrüsen)
  • Störungen des Wasserhaushalts und der Durstregulation

Schilddrüse

  • Schilddrüsenüber– oder Unterfunktion
  • Schilddrüsenkrebs
  • Kropf (sog. ‚Struma‘), oft ausgelöst durch Jodmangel
  • Häufige Krankheitsanzeichen von Schilddrüsenproblematiken sind u. a.: Müdigkeit, Schlafstörungen, Haarausfall, Gewichtsveränderungen (Zunahme oder Abnahme), Herzrhythmusstörungen, Engegefühl oder Schmerzen im Hals

Nebenschilddrüse

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  • Hyper- und Hypokalzämie (also ein erhöhter oder zu niedriger Kalziumspiegel)
  • Diverse andere mögliche Folgen einer Nebennierenfunktionsstörung sind u. a. Muskelkrämpfe, Erbrechen, Nierensteine oder Osteoporose

Pankreas

  • Über- oder Unterproduktion von Insulin: Diabetes mellitus, Hypoglykämie
  • Häufige Symptome sind u. a. Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall

Nebenniere

  • Tumoren der Nebenniere oder der sie steuernden Hypophyse
  • Häufige Symptome können u. a. sein: Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, abweichender Kalium- und Natriumspiegel, Müdigkeit und Kraftlosigkeit, Osteoporose, Nervosität, Zyklusstörungen

Gonaden

  • Störungen der Sexualfunktionen, also von Libido, Potenz, Zyklus oder Fruchtbarkeit
  • Osteoporose
  • Störungen der Geschlechtsentwicklung

Exkurs: Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse produziert die Hormone Trijodthyronin (auch bekannt als T3) und Thyroxin (auch bekannt als Tetraiodthyroin oder T4). Diese beeinflussen den Stoffwechsel der meisten Organe im Körper. Besondere Wirkungsfelder sind die Herzfrequenz, der Blutdruck, die Schweißproduktion und die Darmmotorik. Die Schilddrüse produziert auch das Hormon Calcitonin, welches am Kalziumstoffwechsel beteiligt ist.

Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüsenüberfunktion (sog. Hyperthyreose) zählt zu den Hormonkrankheiten. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse, die unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre liegt, zu viele Hormone. Dies führt zu einem Ungleichgewicht im Körper und kann eine Reihe von Beschwerden auslösen.
Neuerkrankungen einer Schilddrüsenüberfunktion sind geschlechtsunabhängig. Sie können theoretisch jede Altersgruppe betreffen, ältere Menschen sind jedoch deutlich häufiger betroffen. Zwei Drittel aller Fälle werden nach dem 35. Lebensjahr diagnostiziert. Auch Menschen, die unter Morbus Basedow leiden, bilden eine Risikogruppe.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion gibt es kein klassisches Leitsymptom. Stattdessen kann eine Reihe von Symptomen auftreten. Diese Symptome werden oft nicht als Krankheitssymptome wahrgenommen, da sie auch andere Ursachen, bspw. Stress, haben können. Das erschwert eine Diagnose. Zu den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion gehören:

  • Dünne Nägel
  • Brüchiges Haar oder Haarausfall
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Anfallsartige Schmerzen in der Brust
  • Herzrhythmusstörungen und Herzrasen
  • Bluthochdruck
  • Gemütsveränderungen, wie etwa grundlose Nervosität oder Gereiztheit
  • Apathie, schnelle Ermüdungserscheinungen
  • Struma (eine Verdickung des Halses, auch ‚Kropf‘ genannt)
  • Gewichtsabnahme trotz Heißhungerattacken
  • Schmerzen im Oberschenkel
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Durchfall

Testen Sie Ihr Risiko für eine Schilddrüsenüberfunktion mit diesem Video von Dr. Tobias Weigl. Darin erklärt er, wie Sie einen Selbsttest durchführen können – Und nebenbei erfahren Sie noch einiges Wissenswertes über die Schilddrüse.

DoktorWeigl erklärt Endokrinologie – Was macht ein Endokrinologe? (1)

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(Video) Probleme mit der Schilddrüse? Schilddrüsenüberfunktion Symptome | Hyperthyreose | Morbus Basedow |

Zur Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion wird zunächst eine Anamnese durchgeführt, bei der Beschwerden etc. erfragt werden. Im Anschluss findet eine körperliche Untersuchung statt, bei welcher der Arzt besonders auf die Symptome der Hyperthyreose achtet, beispielsweise vermehrtes Schwitzen oder Schwellungen am Hals. Um die Diagnose zu bestätigen, ist eine Laboruntersuchung des Blutes notwendig. Bildgebende Verfahren können eine Vergrößerung der Schilddrüse bestätigen und werden auch zum Ausschluss anderer Erkrankungen eingesetzt.
Eine Schilddrüsenüberfunktion ist in den meisten Fällen nicht gefährlich, weshalb eine Behandlung daher auch nicht immer notwendig ist. 90 Prozent der Schilddrüsenüberfunktionen werden medikamentös behandelt. Auch die Entfernung eines Teils oder der gesamten Schilddrüse ist eine Option.
Weitere Informationen zum Thema Schilddrüsenüberfunktion, Symptomen, Diagnose und Behandlung erhalten Sie in diesem Artikel.

Auch Erkrankungen des Stoffwechsels fallen in den Fachbereich des Endokrinologen. Sie lassen sich untergliedern in Erkrankungen des Fettstoffwechsels, des Kohlenhydratstoffwechsels und des Mineralstoffwechsels. Im Folgenden sind einige der häufigsten Stoffwechselerkrankungen gelistet:

  • Gicht
  • Morbus Crohn
  • Osteoporose
  • Mukoviszidose
  • Morbus Cushing
  • Adrenogenitales Syndrom

Auch die Ernährungsmedizin ist ein Bestandteil der Endokrinologie. Einige Erkrankungen sind stark ernährungsbedingt. Teilweise fallen sie bereits in die oben genannten Bereiche von Hormon- oder Stoffwechselerkrankungen, was verdeutlicht, dass in der Endokrinologie viele Überschneidungen zu finden sind. Ernährungsmedizinische Erkrankungen sind beispielsweise:

  • Diabetes mellitus
  • Hypertonie
  • Gicht
  • Mangelerscheinungen
  • Übergewicht

Exkurs: Osteoporose
Osteoporose bezeichnet einen Mangel an Knochenmasse, welcher zu einer ungenügenden Festigkeit der Knochen führt. So kann es zu Knochenbrüchen ohne erkennbare Ursache, etwa ein vorangegangenes Trauma, kommen. Besonders gefährdet sind hierbei Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Unterarm.
Ein Rückgang an Knochenmasse ist ein normaler Vorgang im Alterungsprozess des Menschen. Von der Kindheit bis zu einem Alter von circa 30 Jahren nimmt die Knochenmasse stetig zu. Hier wird ein Maximum erreicht, die sogenannte ‚peak bone mass‘. Danach kommt es bei beiden Geschlechtern zu einem physiologischen Rückgang der Knochenmasse. So kann eine Osteopenie, die Vorstufe der Osteoporose, bei der bereits ein erkennbarer Rückgang der Knochenmasse vorliegt, entstehen. Darauf folgt schließlich die Osteoporose.
Osteoporose kann durch diverse Faktoren ausgelöst werden. Dazu zählen hormonelle Störungen der Keimdrüsen (der sog. ‚Gonaden‘) oder auch Stoffwechselstörungen. Die Osteoporose ist daher ein gutes Beispiel für die ineinander greifenden Bereiche der Endokrinologie.
Osteoporose gehört zu den sogenannten „Volkskrankheiten“, da sie in Deutschland sehr häufig auftritt. Von ihr sind zwischen 4 und 8 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung betroffen. Sie gilt als Erkrankung des Alters, in der Regel sind Frauen ab dem 45. und Männer ab dem 55. Lebensjahr betroffen. Dabei sind Frauen vier Mal häufiger betroffen als Männer.
Osteoporose lässt sich in drei Arten aufteilen:Primäre OsteoporoseDiese macht 90 Prozent der Erkrankungen aus. Sie lässt sich nochmals unterteilen in Typ 1 (postmenopausale Osteoporose bei Frauen aufgrund der hormonellen Umstellung nach der Menopause) und Typ 2 (senile Osteoporose). Typ 1 beschreibt die Osteoporose bei Frauen, Typ 2 den durch unzureichenden Knochenaufbau im Alter bedingten Typ.Idiopathische Osteoporose bei Jugendlichen oder jungen ErwachsenenDiese Form der Osteoporose tritt ohne erkennbare Ursache auf.Sekundäre OsteoporoseDiese Form tritt deutlich seltener auf als die primäre Osteoporose. Sie macht nur etwa 10 Prozent der Erkrankungen aus. Hierbei wirken verschiedene äußere Einflussfaktoren begünstigend, nicht das Alter. Dazu gehören bestimmte Medikamente, mangelnde Bewegung und Stoffwechselstörungen.
Die Osteoporose verläuft lange symptomlos. Erst weit fortgeschritten zeigt die Erkrankung Symptome wie:

  • Rückenschmerzen
  • Zunehmender Rundrücken (sog. ‚Gibbus‘)
  • Größenverlust
  • Frakturen, bspw. von Oberschenkelhals, Handgelenk und Wirbelkörper

Diese Symptome müssen nicht alle auftreten. Diffuse Rückenschmerzen können beispielsweise das einzige Symptom sein. Diese treten besonders im Rahmen der postmenopausalen Osteoporose bei Frauen auf.

Im nachfolgenden Video klärt Dr. Tobias Weigl über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei Osteoporose auf.

DoktorWeigl erklärt Endokrinologie – Was macht ein Endokrinologe? (2)

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(Video) Unser Pankreas: Total unterschätzt ⏩ Anatomie, Funktion & Erkrankungen unserer Bauchspeicheldrüse

Zur Diagnose von Osteoporose wird zunächst eine Anamnese durchgeführt, bei der Beschwerden etc. erfragt werden. Es folgt eine körperliche Untersuchung. Daneben ist die sogenannte ‚Osteodensitometrie‘ ausschlaggebend für die Diagnostik. Hierbei wird mittels Röntgenstrahlung die Knochendichte in g/cm2 an Oberschenkel, Oberschenkelhals und Lendenwirbelsäule gemessen. Dabei wird der T-Score bestimmt, welcher die Abweichung vom Mittelwert beschreibt. Von einer Osteoporose spricht man bei einem Wert von ≤-2,5 Standardabweichungen.

Die Therapie der Osteoporose besteht zunächst aus Allgemeinmaßnahmen, dazu zählen:

  • körperliche Aktivität
  • Anpassung der Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Calcium (z. B. Milch, Käse und Quark) und Vitamin D
  • Anpassung des Umfeldes im Sinne einer Verringerung der Sturzgefahr

Zusätzlich kann eine medikamentöse Behandlung notwendig sein. Zu den verwendeten Medikamenten zählen unter anderem Bisphosphonate. Indikationen für eine medikamentöse Therapie sind u. a.:

  • Frakturen bei einem T-Score ≤-2
  • eine niedrige Knochendichte im hohen Lebensalter
  • weitere Risikofaktoren (wie etwa eine Langzeittherapie mit Glucocorticoiden)

Fakten-Box
Endokrinologie

  • Befasst sich mit Erkrankungen aller Organsysteme des Körpers
  • Ein Internist ist ein Facharzt, weitere Spezialisierungen (bspw. zum Kardiologen oder Endokrinologen) sind möglich

Typische Krankheitsbilder der Endokrinologie

  • Schilddrüsenüber oder -unterfunktion
  • Osteoporose
  • Störungen der Sexualfunktionen
  • Diabetes mellitus
  • Hyperglykämie
  • Schilddrüsenkrebs
  • Tumoren der endokrinen Drüsen, bspw. der Nebennieren
  • Störungen des Wasserhaushaltes
  • Störungen des Mineralienhaushalts
  • Stoffwechselerkrankungen wie bspw. Gicht oder Morbus Cushing
  • Ernährungsbedingte Erkrankungen, etwa Bluthochdruck oder Übergewicht

Was tut der Endokrinologe? Diagnose & Behandlung

Zu Beginn der Diagnostik steht die ausführliche Anamnese, also das Gespräch zwischen Arzt und Patient, in dem wichtige Informationen erfragt werden. Dabei werden Fragen geklärt wie etwa:

  • Welcher Art sind die Beschwerden?
  • Seit wann und in welcher Form treten sie auf?
  • Gibt es weitere Beschwerden?
  • Werden Medikamente eingenommen und wenn ja welche?

In der Endokrinologie hat die Laboruntersuchung von Blut und Urin einen besonderen Stellenwert, sie ist eine der ersten Untersuchungsmethoden. Durch sie kann man den Hormonspiegel im Körper bestimmen. Anhand der so gewonnenen Informationen können dann Unregelmäßigkeiten ausgemacht werden.
Weitere Untersuchungsmethoden sind:

  • Stimulation einer Drüse: Dies wird bei Verdacht auf eine Unterfunktion der entsprechenden Drüse angewandt. Ein Beispiel wäre der ACTH-Kurztest bei Verdacht auf eine Nierenrindeninsuffizienz, der beispielsweise für Cortisol durchgeführt werden kann.
  • Inhibierung einer Drüse: Eine Inhibierung, also eine Verzögerung oder Hemmung des Ablaufs einer chemischen Reaktion durch zugesetzte Stoffe (sog. ‚Inhibitoren‘), wird bei Verdacht auf eine Überfunktion der entsprechenden Drüse durchgeführt. Ein Beispiel wäre ein Dexamethason-Hemmtest, welcher bei Verdacht auf das Cushing-Syndrom durchgeführt wird.
  • Bildgebende Verfahren: Dazu zählen etwa Ultraschall, Szintigraphie, CT oder auch Punktionen. Dabei werden morphologische und funktionelle Darstellungen unterschieden. Morphologisch wäre beispielsweise eine Schilddrüsensonographie (ein radiologisches Verfahren, das mithilfe von Ultraschallwellen die Morphologie innerer Organe und Strukturen sichtbar macht) zur Darstellung einer Verkleinerung des Organs. Funktionell dagegen wäre beispielsweise eine Schilddrüsenszintigraphie (eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode) bei Verdacht auf eine Schilddrüsenautonomie (also eine Verselbstständigung von Teilen der Schilddrüse, wodurch ihre regulären Funktionen eingeschränkt sind).

Die Endokrinologie ist bislang noch ein weniger bekannter Zweig der Medizin. Oft dauert es lange, bis eine Diagnose endokrinologischer Erkrankungen gestellt wird, da die Symptome oft denen allgemeiner Belastungssituationen ähneln. Davon sind beispielsweise junge Mütter häufig betroffen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) arbeitet jedoch dafür, das Fachgebiet bekannter zu machen und die Bevölkerung über Erkrankungen des Hormonstoffwechsels besser zu informieren.
Die Behandlung endokrinologischer Erkrankungen richtet sich nach der jeweiligen Symptomatik und Grunderkrankung. Ungleichmäßigkeiten im Hormonhaushalt können teilweise durch die gezielte Gabe von Hormonen oder aber medikamentös ausgeglichen werden. Dabei sind eine enge Kontrolle und eine schrittweise Einstellung auf die an den Patienten angepasste optimale Dosierung notwendig.
Eine weitere Maßnahme kann die Umstellung der Ernährung und Lebensführung sein, etwa bei einem Diabetes mellitus oder bei Schilddrüsenerkrankungen. Auch operative Maßnahmen gehören zu den Behandlungsmöglichkeiten bei endokrinologischen Erkrankungen. Sie können etwa bei Tumoren, Zysten oder starken strukturellen Veränderungen der Drüsen notwendig sein. In einem solchen Fall wird ein endokrinologischer Chirurg hinzugezogen.

(Video) Schilddrüsenerkrankung: Von Schilddrüsenunterfunktion wie Hashimoto bis Morbus Basedow & Struma

Häufige Patientenfragen

Wie finde ich einen Endokrinologen?

Dr. T. Weigl
Da Endokrinologen eigentlich nie die erste Anlaufstelle bei Beschwerden sind, findet in aller Regel eine Überweisung durch den Hausarzt oder einen Facharzt statt. Dieser wird sicher einen entsprechenden Facharzt kennen und Ihnen gerne eine Empfehlung aussprechen. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, einen Endokrinologen zu finden: Das Internet ist bei derlei Fragen besonders hilfreich. Dort gibt es sowohl Listen als auch Portale, in und auf denen Bewertungen und Erfahrungsberichte zu entsprechenden Ärzten geteilt werden.

Welche Erkrankungen sind besonders typisch für die Endokrinologie?

Dr. T. Weigl
In der Endokrinologie ist besonders die Behandlung von Volkskrankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion oder Osteoporose häufig. Häufige Erkrankungen der Schilddrüse sind Vergrößerungen ebendieser, eine Über- oder Unterfunktion, Knoten und Entzündungen. Im Bereich der Hirnanhangdrüse sind Wachstumsstörungen und Menstruationsstörungen sowie Tumoren häufige Erkrankungen. Die Endokrinologie ist ein weites Feld, das eine Vielzahl an Erkrankungen abdeckt.

Gudrun hat zunächst ihren Hausarzt aufgesucht. Nach einer eingehenden Anamnese und einer körperlichen Untersuchung, die unter anderem einen Bluthochdruck zu Tage brachte, hat der Arzt den Verdacht geäußert, sie könnte an einer Erkrankung der Schilddrüse leiden. Daraufhin hat er ihr eine Überweisung zu einem Endokrinologen ausgestellt. Er hat ihr erklärt, das sei ein Facharzt, der auf Erkrankungen der hormonausschüttenden Drüsen, beispielsweise der Schilddrüse, spezialisiert ist und ihr auch gleich einen Kollegen empfohlen. Gudrun hat vor, noch am selben Tag einen Termin zu machen, um herauszufinden, was nun genau mit ihrer Schilddrüse nicht stimmt.

Verwandte Themen

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Haben auch Sie Erfahrungen mit Endokrinologen? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.Autoren: Dr. Tobias Weigl, Sarah Sodke
Lektorat: Tobias Möller
Veröffentlicht: 05.12.2018

Quellen

  • Banaure et al. (2007): Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg.
  • Gerd Herold et al. (2012): Innere Medizin. Eigenverlag.
  • Florian Horn et al. (2015): Biochemie des Menschen, 6. Auflage. Thieme, Stuttgart.
  • Rainer Klinke, Stefan Silbernagl (2005): Lehrbuch der Physiologie, 4. Auflage. Thieme, Stuttgart.
  • ER/aerzteblatt.de (2018): Endokrinologie: Hormonwoche soll Bekanntheitsgrad steigern.

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FAQs

Was wird bei der Endokrinologie gemacht? ›

Endokrinologen beschäftigen sich mit den Erkrankungen von hormonproduzierenden Drüsen (wie zum Beispiel der Schilddrüse, Eierstöcken, Hoden, Nebennieren oder der Hirnanhangsdrüse) oder Erkrankungszuständen, die durch Überschüsse, Mängel oder andere komplexe Dysbalancen von Hormonen ausgelöst sind.

Welche Werte bestimmt der Endokrinologe? ›

Schilddrüse
  • TSH.
  • FT3.
  • FT4.
  • TSH-Rezeptor Antikörper (TRAK)
  • TPO-Antikörper.
  • Thyreoglobulin-Antikörper.
  • Thyreoglobulin (Tg)
  • Calcitonin.

Was misst ein Endokrinologe? ›

Die Endokrinologie ist die Lehre von den endokrinen Drüsen oder "Drüsen innerer Sekretion". Hierzu gehören z. B. die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse, die Nebennieren, die Hirnanhangsdrüse und die Bauchspeicheldrüse.

Wieso zum Endokrinologen? ›

Bereits bei kleinsten Anzeichen einer hormonellen Erkrankung (Schilddrüsenüberfunktion: Nervosität und Schlaflosigkeit; Schilddrüsenunterfunktion: Müdigkeit, Lethargie) sollte sofort ein Endokrinologe aufgesucht werden, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

Was ist eine endokrine Erkrankung? ›

Im Wesentlichen dienen Hormone als Botenstoffe, die im ganzen Körper Aktivitäten anregen und kontrollieren. Endokrine Erkrankungen werden hervorgerufen, entweder durch: Zu viel Ausschüttung eines Hormons (wird als „Hyper“-Funktion bezeichnet) Zu wenig Ausschüttung eines Hormons (wird als „Hypo“-Funktion bezeichnet)

Wie lange dauert es einen Termin beim Endokrinologen zu bekommen? ›

Wenn ihr für die Hormonbehandlung bereit seid, benötigt ihr für die Behandlung bei einem Endokrinologen eine Überweisung von eurem Hausarzt. Das Problem bei Endokrinologen ist die lange Wartezeit auf einen Termin, die zwischen 1-6 Monaten dauern kann.

Wie merkt man das der Hormonhaushalt nicht stimmt? ›

Typische Anzeichen von zu viel Östrogen im Körper sind beispielsweise die Abnahme der Libido, Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Energiemangel und Heißhunger auf Süßes.

Kann man ohne Überweisung zum Endokrinologen gehen? ›

Bin ich verpflichtet eine Überweisung vorzulegen? In Deutschland besteht grundsätzlich freie Arztwahl – das gilt auch für Kassenpatienten. Von daher ist eine Überweisung aus Patientensicht nicht zwingend. Man kann demnach sofort zum Facharzt gehen und muss nicht den Umweg über den Hausarzt wählen.

Kann ein Endokrinologe beim Abnehmen helfen? ›

Synthetisch nachgebildete Darmhormone (Inkretinmimetika) können beim Abnehmen helfen. Sie sind ähnlich effektiv wie eine bariatrische Operation, bei der Magen und/oder Darm chirurgisch verkleinert werden. Das berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) im Vorfeld der "Hormonwoche".

Ist ein Internist auch ein Endokrinologe? ›

Wer ist ein qualifizierter Endokrinologe? Ein Endokrinologe ist in jedem Fall ein Facharzt - entweder Internist (Innere Medizin), Pädiater (Kinderarzt) oder Gynäkologe (Frauenarzt).

Kann der Hausarzt den Hormonspiegel testen? ›

Hier können Sie Ihren Hormonhaushalt testen lassen

Ihr Frauenarzt oder auch der Hausarzt nimmt dafür Blut ab und lässt dieses im Labor untersuchen. Sind Auffälligkeiten zu erkennen, kann der Arzt mit Hormonpräparaten entgegenwirken und die Symptome lindern.

Welche Hormonstörungen gibt es? ›

Weitere relativ bekannte und einflussreiche Hormone sind das Cortisol, aus der Nebenniere, die Hormone der Schilddrüse oder auch das Insulin, aus der Bauchspeicheldrüse, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Auch Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung kann man als Hormonstörung verstehen.

Was ist eine endokrinologische Abklärung? ›

Was versteht man unter endokrinologischer Diagnostik? Die Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen. Die endokrinologische Diagnostik befasst sich entsprechend mit Hormonstörungen (Drüsenerkrankungen) und Stoffwechselstörungen.

Welcher Arzt untersucht den Hormonstatus? ›

Meist wird diese Untersuchung vom behandelnden Gynäkologen veranlasst. Um den Hormonstatus zu analysieren, wird in der Arztpraxis nüchtern, also vor der ersten Tagesmahlzeit, Blut abgenommen und in ein Fachlabor geschickt.

Was gibt es für Stoffwechselkrankheiten? ›

Häufige Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus, Schilddrüsenüber- und unterfunktion, Gicht, Mukoviszidose und weitere.
...
Zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen zählen beispielsweise:
  • Diabetes Mellitus.
  • Hashimoto.
  • Mukoviszidose.
  • Gicht.
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse (Unter- oder Überfunktion)
May 2, 2022

Was zählt zu den Stoffwechselerkrankungen? ›

Zu den häufigsten Stoffwechselstörungen gehören Diabetes mellitus, Gicht und die Schilddrüsenunter- und -überfunktion. Darüber hinaus sind mehrere hundert seltene Stoffwechselerkrankungen bekannt. Bei den meisten seltenen Stoffwechselerkrankungen verursacht ein Defekt im Erbgut die Störung des Metabolismus.

Wo befinden sich endokrine Drüsen? ›

Beispiele für endokrine Drüsen sind die Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen sowie die Nebennieren. Die Bauchspeicheldrüse ist sowohl endokrin (Langerhans-Inseln) als auch exokrin (Verdauungsenzyme) tätig.

Was passiert beim ersten Termin beim Endokrinologen? ›

Zuerst wird Sie einer unserer Ärzte über Ihre Beschwerden und Ihre Krankengeschichte befragen, danach wird er Sie untersuchen. Anschließend wird entschieden, welche der folgenden weiteren Maßnahmen erforderlich sind: Eine Ultraschalluntersuchung der hormonproduzierenden Organe.

Warum bekommt man so schwer einen facharzttermin? ›

Grund für diese Termin-Engpässe ist das sogenannte Regelleistungsvolumen: Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen pro Praxis nur eine bestimmte Anzahl an Patientengesprächen und Routineuntersuchungen.

Was ist ein Endokrinologe Wikipedia? ›

Die Endokrinologie (von altgriechisch ἔνδον endon, ‚innen', κρίνειν krinein, ‚abscheiden, absondern', und -logie) ist die „Lehre von der Morphologie und Funktion der Drüsen mit innerer Sekretion (endokrinen Drüsen) und der Hormone“. Der Begriff wurde 1909 von Nicola Pende (1880–1970) erstmals benutzt.

Was tun gegen dicken Bauch in den Wechseljahren? ›

Frauen, die nach einer Gewichtszunahme durch die Wechseljahre vor allem am Bauch abnehmen möchten, haben es also doppelt schwer.
...
Was hilft, um abzunehmen:
  1. Muskeln mit gezielten Übungen kräftigen.
  2. Ernährung an den Grundumsatz anpassen.
  3. viel Bewegung.
Jan 2, 2019

Welcher Tee hilft bei Hormonstörungen? ›

Und da sind Frauenmantel oder Schafgarbe sehr hilfreich. Ein Tee aus den Blättern und Blüten der beiden Heilkräuter erhöht den Progesteronspiegel, wenn er über mehrere Zyklen getrunken wird. Die kraftvollste Pflanze ist jedoch der Mönchspfeffer.

Welche Vitamine bei Hormonstörung? ›

Weitere Nährstoffe für die Hormonbalance

Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.

Was kann eine Hormonstörung verursachen? ›

Es gibt vier große Auslöser, welche Hormonstörungen hervorrufen können. Hierzu zählen: Vitamin D-Mangel, Strahlenbelastung, Schadstoffe aus der Umwelt und bestimmte Medikamente.

Wie bringe ich meine Hormone wieder ins Gleichgewicht? ›

5 MÖGLICHKEITEN, UM DEINE HORMONE INS GLEICHGEWICHT ZU BRINGEN
  1. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. ...
  2. Ausreichend Bewegung für mehr Balance. ...
  3. Finde emotionale Ruhe. ...
  4. Vorsicht bei chemischen Medikamenten und der Anti-Baby-Pille. ...
  5. Vertraue auf natürliche Nahrungsergänzung.
Jan 27, 2020

Welche Hormone gibt es für die Wechseljahre? ›

In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt. Das kann zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen oder Stimmungsschwankungen führen. Manche Frauen haben so starke Beschwerden, dass sie nach einer Behandlung suchen. Eine Möglichkeit sind Hormonpräparate aus Östrogenen oder einer Östrogen-Gestagen-Kombination.

Was für ein Arzt ist für die Schilddrüse zuständig? ›

ENDOKRINOLOGE: UNTERSUCHUNGEN UND THERAPIE

Endokrinologen haben sich entsprechend fachlich qualifiziert und sind unter anderem Spezialisten für die Schilddrüse. Sie können die Ursache der Schilddrüsenfunktionsstörung genauer eingrenzen. Dazu gehört neben einer Ultraschalluntersuchung eine ausführliche Blutanalyse.

Wie viel Geld bekommt ein Arzt für eine Überweisung? ›

Der Hausarzt bekommt hierfür kein Geld und der Facharzt auch nur einen Aufschlag auf die Grundpauschale zwischen 20 und 50 %. Vom Aufwand her ist das für alle Beteiligten am wenigsten belastend. Lediglich dem Patienten wird es nicht so gefallen.

Was tun wenn der Hausarzt keine Überweisung ausstellt? ›

Bei Ärzten, die auch bei anderen Patienten häufig die Überweisung verweigern, sollte man eine Anzeige bei der Ärztekammer in Erwägung ziehen (Adressen der Landesärztekammern unter www.bundesaerztekammer.de).

Welche 3 Hormone stoppen die Fettverbrennung? ›

Die drei Hormone, die man kennen und deren Wirkung im Körper man verstehen muss, damit der Abnehmversuch von Erfolg gekrönt sein kann, sind Cortisol, Grhelin und Leptin.

Welcher Vitaminmangel führt zu Gewichtszunahme? ›

Vitamin B12-Mangel ist eine Unterversorgung des Körpers, die häufig in Zusammenhang mit einer unausgewogenen Ernährung, einer veganen Ernährung oder einer Krankheit vorkommt. Gewichtszunahme kann ein weiteres Symptom einer solchen Krankheit sein und zusammen mit Vitamin B12-Mangel als Folge davon auftreten.

Welches Organ ist für die Fettverbrennung zuständig? ›

Das große Geheimnis der Fettverbrennung verbirgt sich in einem Organ des menschlichen Körpers: Dieses Organ ist die Leber. Hier findet die Verstoffwechselung der Fette statt. Dementsprechend bestimmt auch die Leber wie schnell die von Ihnen ungeliebten Fettpolster abgebaut werden.

Was ist der Unterschied zwischen Endokrinologe und Internist? ›

Die Endokrinologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Funktion und krankhaften Störungen hormonproduzierender Organe befasst. Endokrinologische Erkrankungen betreffen vor allem folgende Organe: Hirnanhangdrüse (Hypophyse) Schilddrüse und Nebenschilddrüse.

Ist ein diabetologe auch ein Endokrinologe? ›

Als Teilbereich der Endokrinologie, das ist der Bereich der Medizin, der sich mit Hormonen und Stoffwechsel befasst, beschäftigt sich die Diabetologie mit der Vorbeugung (Prophylaxe), der Diagnose, der Behandlung und auch der Erforschung des Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt.

Wie viele Endokrinologen gibt es in Deutschland? ›

Anzahl der Fachärzte: In Deutschland gibt es 238 Fachärzte für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie. Davon sind 220 berufstätig. 98 davon arbeiten ambulant, 115 stationär in einer Klinik.

Welche Blutwerte nimmt der Endokrinologe? ›

Schilddrüse
  • TSH.
  • FT3.
  • FT4.
  • TSH-Rezeptor Antikörper (TRAK)
  • TPO-Antikörper.
  • Thyreoglobulin-Antikörper.
  • Thyreoglobulin (Tg)
  • Calcitonin.

Sollte man mit 70 noch Hormone nehmen? ›

Hormontherapien jenseits der 60 sind wenig sinnvoll

Doch die Einnahme künstlicher Hormone steigert das Risiko für Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Was kostet es einen Hormonstatus machen zu lassen? ›

Was wird gemacht? Blutentnahme zur Bestimmung der Konzentration verschiedener Hormone in der Phase der Wechseljahre. Preisspanne: Pro Hormon 14,57 bis 23,46 Euro.

Wie macht sich hormonmangel bemerkbar? ›

Die häufigsten Symptome sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Schwindelanfälle, depressive Verstimmungen, ungewollte Gewichtszunahme, Herzklopfen, trockene Haut, verstärkter Haarwuchs im Gesicht (Damenbart), unregelmäßige Zyklen, unerfüllter Kinderwunsch und brüchige Knochen (Osteoporose).

Welches Hormon fehlt bei Müdigkeit? ›

In der Rinde der Nebennieren werden die lebenswichtigen Hormone Cortisol und Aldosteron produziert. Morbus Addison wird durch einen Mangel dieser Hormone ausgelöst und macht sich durch Symptome wie Braunfärbung der Haut, Erschöpfung und niedrigen Blutdruck bemerkbar.

Wie wirken Hormone auf die Psyche? ›

Östrogen wirkt sich auf die Stimmung aus, weil es den Serotoninspiegel im Gehirn beeinflusst. Serotonin ist ein Hormon, das die Stimmung stabilisiert und Glück und Wohlbefinden fördert“, erklärt Dr. Rosén.

Welche Hormone werden beim Endokrinologen untersucht? ›

Im Blut werden Parathormon, Calcium und Phosphat bestimmt. Die bildgebende Diagnostik der (vergrößerten) Nebenschilddrüsen erfolgt durch Ultraschall und in manchen Fällen zusätzlich mittels Szintigraphie.

Wann sollte man zum Endokrinologen? ›

Bereits bei kleinsten Anzeichen einer hormonellen Erkrankung (Schilddrüsenüberfunktion: Nervosität und Schlaflosigkeit; Schilddrüsenunterfunktion: Müdigkeit, Lethargie) sollte ein Endokrinologe aufgesucht werden, um eine optimale Diagnostik und Therapie zu gewährleisten.

Welche Blutwerte bei hormonstörung? ›

In einem endokrinologischen Labor werden die Konzentrationen der verschiedenen Hormone im Blut bestimmt wie FSH, LH, Prolaktin, Östradiol (Östrogene), Gelbkörperhormon und ggf. Schilddrüsenhormone. Bei vorzeitiger Pubertät wird zusätzlich die Konzentration von GnRH überprüft.

Kann man ohne Überweisung zum Endokrinologen gehen? ›

Bin ich verpflichtet eine Überweisung vorzulegen? In Deutschland besteht grundsätzlich freie Arztwahl – das gilt auch für Kassenpatienten. Von daher ist eine Überweisung aus Patientensicht nicht zwingend. Man kann demnach sofort zum Facharzt gehen und muss nicht den Umweg über den Hausarzt wählen.

Was ist eine endokrine Erkrankung? ›

Endokrine Unterfunktion

Genetische Krankheiten, die eine Unterfunktion hervorrufen, haben als Ursache entweder einen Verlust des Gens oder die Produktion eines abnormalen Hormons.

Kann ein Endokrinologe beim Abnehmen helfen? ›

Synthetisch nachgebildete Darmhormone (Inkretinmimetika) können beim Abnehmen helfen. Sie sind ähnlich effektiv wie eine bariatrische Operation, bei der Magen und/oder Darm chirurgisch verkleinert werden. Das berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) im Vorfeld der "Hormonwoche".

Was macht ein Endikrinologe? ›

Die Aufgabenbereiche eines Endokrinologen umfassen Entstehung und Häufigkeit, Diagnose und nichtoperative Behandlungsformen hormoneller Erkrankungen. Außerdem berät er Patienten über vorbeugende Maßnahmen.

Was ist eine gynäkologische Endokrinologie? ›

Das endokrinologikum beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Diagnostik und Therapie von Hormonstörungen. Dies gilt auch für den Bereich der Gynäkologie. Hormonstörungen können bei Frauen in jedem Alter auftreten: Von der Pubertät bis weit nach Einsetzen der Wechseljahre.

Was für ein Arzt ist für die Schilddrüse zuständig? ›

ENDOKRINOLOGE: UNTERSUCHUNGEN UND THERAPIE

Endokrinologen haben sich entsprechend fachlich qualifiziert und sind unter anderem Spezialisten für die Schilddrüse. Sie können die Ursache der Schilddrüsenfunktionsstörung genauer eingrenzen. Dazu gehört neben einer Ultraschalluntersuchung eine ausführliche Blutanalyse.

Kann man ohne Überweisung zum Endokrinologen gehen? ›

Bin ich verpflichtet eine Überweisung vorzulegen? In Deutschland besteht grundsätzlich freie Arztwahl – das gilt auch für Kassenpatienten. Von daher ist eine Überweisung aus Patientensicht nicht zwingend. Man kann demnach sofort zum Facharzt gehen und muss nicht den Umweg über den Hausarzt wählen.

Welche Hormonstörungen gibt es? ›

Weitere relativ bekannte und einflussreiche Hormone sind das Cortisol, aus der Nebenniere, die Hormone der Schilddrüse oder auch das Insulin, aus der Bauchspeicheldrüse, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Auch Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung kann man als Hormonstörung verstehen.

Was ist eine Hormonsprechstunde? ›

Was versteht man unter einer Hormonsprechstunde? In der Hormonsprechstunde untersucht Sie ein erfahrender Hormonspezialist (Endokrinologe) und macht sich auf die Suche nach der Ursache für beispielsweise eine andauernde Müdigkeit, schlecht Haut oder Unfruchtbarkeit.

Was ist internistische Endokrinologie? ›

Im internistischen Bereich betreuen wir Menschen mit allen Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, insbesondere mit den „Volkskrankheiten“ Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen und Osteoporose, aber auch mit selteneren Erkrankungen wie z.B. Akromegalie oder Cushing-Syndrom.

Was ist Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin? ›

Das Fachgebiet gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin konzentriert sich auf Themen wie Kinderwunsch, Hormonstörungen, Fehlgeburten, Transsexualität und den Erhalt der Fruchtbarkeit nach einer onkologischen Therapie.

Hat die Schilddrüse Einfluss auf die Augen? ›

Je nach Form der Schilddrüsenerkrankung ist auch eine Beteiligung der Augen möglich. Dies kann sich zum Beispiel in Form von Doppeltsehen durch Störungen im Bereich der Augenmuskulatur oder hervorstehende Augen im Rahmen der endokrinen Orbitopathie bemerkbar machen.

Was macht die Schilddrüse krank? ›

Die Hashimoto-Erkrankung ist die häufigste Ursache für eine Unterfunktion der Schilddrüse. SchilddrüsenentzündungHinter einer Schilddrüsenentzündung steckt meist eine Autoimmunerkrankung, aber auch Bakterien, Viren, Medikamente oder Verletzungen sind mögliche Ursachen. Hier lesen Sie alles Wichtige zur Krankheit.

Welche Organe werden von der Schilddrüse beeinflusst? ›

Ohne die Schilddrüse würde es im menschlichen Körper drunter und drüber gehen. Denn sie schüttet ständig Hormone aus und beeinflusst damit unseren gesamten Organismus: Herz-Kreislauf-System, Verdauung, Knochenaufbau und sogar die Psyche.

Was kann eine Hormonstörung verursachen? ›

Es gibt vier große Auslöser, welche Hormonstörungen hervorrufen können. Hierzu zählen: Vitamin D-Mangel, Strahlenbelastung, Schadstoffe aus der Umwelt und bestimmte Medikamente.

Wie bringe ich meine Hormone wieder ins Gleichgewicht? ›

5 MÖGLICHKEITEN, UM DEINE HORMONE INS GLEICHGEWICHT ZU BRINGEN
  1. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. ...
  2. Ausreichend Bewegung für mehr Balance. ...
  3. Finde emotionale Ruhe. ...
  4. Vorsicht bei chemischen Medikamenten und der Anti-Baby-Pille. ...
  5. Vertraue auf natürliche Nahrungsergänzung.
Jan 27, 2020

Welches Hormon ist für den Stoffwechsel zuständig? ›

Adiponektin ist ein Peptidhormon, das in den Fettzellen von Menschen und Tieren gebildet wird. Es reguliert mit anderen Hormonen, wie zum Beispiel Leptin, das Hungergefühl und die Nahrungsaufnahme. Je mehr Adiponektin man aufnimmt, desto mehr Fett verbrennt man.

Videos

1. Osteoporose: Wieso Können Vitamin D, Calcium & Bewegung vor Knochenschwund schützen & reduzieren?
(DoktorWeigl)
2. Probleme mit Hashimoto & der Schilddrüse? Dinge auf die Sie unbedingt achten sollten: Meine 5 Tipps!
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4. Livestream: Hormone und unsere Gesundheit - Funktion, Mangel, Erkrankungen | Eure Fragen
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6. Calcium Überdosierung: Wie zuviel Kalziumtabletten uns schädigen! Symptome durch zuviel Kalzium!
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Author: Pres. Carey Rath

Last Updated: 11/18/2022

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